Der Kalvarienberg

Oberhalb des Marktes Berchtesgaden findet sich am Soleleitungsweg gelegen die Kreuzigungskapelle am Kalvarienberg.

Zur Zeit ist sie wegen umfangreicher Restaurierungsarbeiten eingerüstet. Zu diesen Arbeiten schreibt Kirchenpfleger Dr. Hermann Amann:

Bei der Untersuchung derDie Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg Statik der kühnen Dachkonstruktion im Sommer 2011 hat sich herausgestellt, dass zwar keine aktuelle Gefahr besteht, dass aber das 250 Jahre alte Tragwerk des Dachs bedenkliche Schwachstellen aufweist und künftigen Herausforderungen durch Witterungseinflüsse, wie Sturm und Schneedruck, nicht gewachsen ist. Die Untersuchungen haben im Einvernehmen mit dem Ordinariat und dem Landesamt für Denkmalpflege zu dem Entschluss geführt, sich nicht mit Nachbesserungen an der alten TraDie Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberggwerkskonstruktion zu begnügen, sondern diese grundlegend zu erneuern. Zwar muss dazu das Dach über dem 1968 restaurierten Gewölbe abgebaut und anschließend wiederhergestellt werden. Dennoch erscheint der Austausch des Tragwerks deswegen als effektiver, weil Reparaturarbeiten in der Enge des vorhandenen Dachraums einen unverhältnismäßigen Zeitaufwand erfordern würden bei gleichwohl zweifelhaftem Ergebnis.

Anders als Mängel der Statik zeigt sich der Restaurierungsbedarf der Figuren auf den ersten Blick. Da diese im Zuge der Erneuerung des Daches ohnehin entfernt werden müssen, soll ihre Restaurierung weitgehend parallel laufen, so dass bis Ende des Jahres möglichst alle Maßnahmen abgeschlossen sind. Eine Reihe von Voruntersuchungen, die für eine sachgerechte Restaurierung unabdingbar sind, hat der beauftragte Kirchenmaler bereits im vergangenen Jahr durchgeführt. An einem Bein des linken Schächers kann man das erstrebte Ergebnis bereits sehen.

Die exponierte Lage und die beengte Zufahrt erschweren bei allen Maßnahmen den Einsatz von Fahrzeugen, Gerät und Bauteilen. Spätestens bei dieser Erkenntnis lässt sich der enorme Kostenaufwand der geplaBlick auf den Kalvarienberg vom Markt Berchtesgaden ausnten Maßnahmen erahnen. Die prognostizierten Kosten haben den Mitgliedern der Kirchenverwaltung zunächst spontane Sorgenfalten ins Gesicht getrieben. Wenn die Falten sich inzwischen einigermaßen geglättet haben, so liegt dies an den bedeutenden Hilfen, die uns zugesagt wurden. Allen voran hat das Erzbischöfliche Ordinariat den Löwenanteil der Kosten durch einen außergewöhnlichen Zuschuss abgedeckt. Hervorzuheben sind auch die bewilligten Zuschüsse der Berchtesgadener Landesstiftung und des Marktes Berchtesgaden. Wir sind dafür überaus dankbar.

Alle derartigen Hilfen setzen aber voraus, dass die Pfarrgemeinde ihrerseits einen Beitrag leistet, der sich in der Größenordnung eines mittleren fünfstelligen Betrages bewegt. Durch den Erlös des erfolgreichen Mittelalterfestes im vergangenen Herbst, mit Hilfe unserer Rücklagen und nicht zuletzt zahlreicher Spenden dürfte inzwischen ungefähr der halbe Weg zurückgelegt sein. Wir danken allen ganz herzlich, die dabei geholfen haben. Wenn wir weiterhin auf die bewährte Spendenbereitschaft unserer Pfarrangehörigen und überhaupt der Berchtesgadener bauen dürfen, haben wir Anlass, guten Mutes zu sein. Jeder Spender bekräftigt durch seinen Beitrag seine innere Verbundenheit mit dem Kalvarienberg und der Kreuzigungskapelle. Fände sich gar ein Spender bereit, die Restaurierung einer der Figuren zu übernehmen, so würde er sich damit für alle Zukunft ein Herzensband zu der Gestalt schaffen, die dank seiner Hilfe ihre historische Schönheit wiedererlangt hat.

Nach der Renovierung soll die Kreuzigungskapelle in neuer Pracht sichtbar über dem Markt erstrahlen und keinesfalls durch einen Windwurf der gewaltigen Bäume in unmittelbarer Nachbarschaft gefährdet werden. Um eine Sichtschiene zwischen ihr und dem Markt zu schaffen, wurden inzwischen drei Bäume gefällt sowie zwei Bäume und nachwachsendes Gehölz zurückgeschnitten, auch im Bestreben, sich der historischen Perspektive anzunähern. Etwa neun weitere Bäume außerhalb der Sichtschiene wurden aus Sicherheitsgründen entfernt. Die betroffenen Nachbarn haben sich freundlicherweise damit einverstanden erklärt. Unnötig zu sagen, dass auch die Kosten für die Fällung und für die Aufarbeitung des Holzes der Schwierigkeit des Geländes entsprechen.

Im Anschluss an diese ersten Maßnahmen sollen die weiteren Arbeiten zügig folgen. So hoffen wir auf weitere Spenden und darauf, dass die Kreuzigungskapelle bis Weihnachten in alter Schönheit wiedererstanden ist, getragen von einer beruhigenden Statik, die sich erneut 250 Jahre bewährt.


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